Aargauische Volkshochschulen Am 27. September 1963 versammelten sich etwa 20 Persönlichkeiten aus dem öffentlichen und kulturellen Leben im Hotel Sternen in Wohlen und gründeten die Volkshochschule Wohlen. Gemeinderat und Ortsbürgergemeinde steuerten eine grosszügigen Gründungsbeitrag bei. Somit war Wohlen die dritte Gemeinde im Aargau, die eine Volkshochschule erhielt, nach Zofingen und Wettingen. Der erste Präsident war Anton Wohler.
Die Programmkommission repräsentierte damals wie heute die Volkshochschule Wohlen. Von den ursprünglich vier Vorstandsmitgliedern (drei Lehrer und eine Lehrerin) ist die Kommission auf heute dreizehn Mitglieder angewachsen. Es sind nun auch die verschiedensten Berufe und Lebensalter im Vorstand vertreten. Aber immer noch besteht die Volkshochschule offiziell aus diesen dreizehn Personen ohne zahlende Mitglieder. Dass wir finanziell über die Runden kommen, verdanken wir einem grosszügigen Beitrag der Gemeinde Wohlen, den Beiträgen vom Kanton und von verschiedenen Gönnern.
Das erste Programm der Volkshochschule Wohlen bot vier Zyklen mit je fünf Vorträgen zu den Wissensgebieten Medizin, Literatur, Naturwissenschaften-Technik und Kunst, dazu wurde ein Bastelkurs durchgeführt. In den letzten Jahren hat sich das Kursangebot auf etwa zwanzig bis dreiundzwanzig Kurse pro Jahr eingependelt. Natürlich bieten wir immer noch Vortragskurse zu den oben genannten Gebieten, aber erfolgreich sind auch Arbeitskurse, wo die TeilnehmerInnen sich aktiv mit einem Gebiet auseinandersetzen, und Besichtigungen. So sind etwa Literaturkurse, Einführungen in Theater und Oper und Gehirntraining sehr beliebt. Neben Gartenbau, praktischen Kursen wie Bügeln und Kochkursen, boten wir schon einen Jasskurs, einen Schach- und einen Bridgekurs für AnfängerInnen an. Auch in der Schreibkunst fördern wir unsere KursteilnehmerInnen: Liebesgedichte, Glückwünsche, Bewerbungen, und autobiografisches Schreiben konnte man bei uns schon lernen. Wenn sich die angebotenen Themen immer wieder neuen Begebenheiten und Strömungen anpassen müssen, so bildet ein Kursangebot eine feste Säule unseres Programms: die Atelier-Besuche bei einheimischen Künstlern und Künstlerinnen, zuerst lange Jahre unter der Leitung von Gründungsmitglied Fritz Stäuble, und jetzt mit Bernhard Jäggi. Die Liste der in etwa 30 Jahren besuchten zeitgenössischen Künstler und Künstlerinnen (mit ganz wenigen Wiederholungen!!) liest sich wie das Who is Who der Aargauer Kunst. Diese Führungen haben eine treue Fangemeinde, nehmen doch jedes Jahr über zwanzig Kunstinteressierte daran teil. In den letzten Jahren haben sich neue Säulen entwickelt: Literatur zur Diskussion, die Wohler Antwort auf das Literarische Quartett und den Schweizerischen Literaturclub, geleitet von Paul Bitschnau, boomt seit 1995. Regelmässig werden Theater- und Opernbesuche organisiert. Einen festen Platz hat auch Gehirntraining. Und dass in Wohlen und Umgebung alle Rosen, Bäume und Sträucher kunstgerecht geschnitten sind, verdanken wir dem jährlichen Kursbesuch beim Rosen-Huber in Dottikon.
In den mehr als 40 Jahren des Bestehens der VHW hat sich das Bildungsangebot für Erwachsene in Wohlen und Umgebung vervielfacht. Die Bevölkerung ist auch mobiler geworden, so dass nicht nur lokale Anbieter uns Konkurrenz machen. Wir schreiben aber auch Kurse mit der VHS Oberes Freiamt aus und erreichen damit einen weiteren Kreis von Interessenten. So können wir seit jeher auf einen treuen Besucherkreis zählen, auch aus der weiteren Umgebung. Die Volkshochschule ist bekannt und hat einen guten Namen. Ein Vorteil ist natürlich auch unsere Gemeinnützigkeit, dank der wir Kurse kostengünstig durchführen können.
Die Volkshochschule Wohlen ist auch mit mehr als 40 Jahren noch jung und voll Energie dank der ständig neuen Ideen und dem unermüdlichen Einsatz des Vorstandes. Wir bemühen uns, dass sie auch in den nächsten 40 Jahren auf gutem Kurs steuert.